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Der positive Einfluss der Muttermilch bei Frühgeborenen zur Reduzierung einer Nekrotisierenden Enterokolitis und die Relevanz der Einführung einer Muttermilchbank im Krankenhaus : eine Literaturrecherche

Hintergrund: Die Nekrotisierende Enterokolitis (NEC) gilt als der häugfigste gastrointestinale und kinderchirurgische Notfall bei Früh- und Neugeborenen. 90% aller NEC-Fälle betreffen Frühgeborene. Zudem bringt die NEC lebenslange gesundheitliche Komplikationen sowie eine hohe Sterblichkeitsrate mit sich. Vor allem die Nahrungsaufnahme spielt dabei eine wesentliche Rolle. Nachweislich ist Muttermilch für Säuglinge die optimale Ernährung und mit verminderten Infektionsraten verschiedener Erkrankungen zu assoziieren. Das Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, ob durch die Verabreichung von Muttermilch bei Frühgeborenen das Risiko für die Entstehung einer NEC reduziert werden kann. Zudem soll die Relevanz und der Nutzen der Einführung einer Muttermilchbank untersucht werden. Methode: Es erfolgte eine Literaturrecherche mithilfe des PICoS-Schemas in den Datenbanken Cochrane Library und Medline/PubMed von Ende Januar bis Ende Mai 2021. Anschließend wurden insgesamt 7 Studien eingeschlossen. Sie fokussierten sich auf den Zusammenhang zwischen Muttermilch und/oder Spendermilch und der NEC sowie auf die Etablierung von Muttermilchbanken. Ergebnisse: Die Muttermilchernährung führt bei Frühgeborenen zu einer deutlichen Reduzierung der NEC-Inzidenz. Die Verabreichung von Spendermilch konnte ebenfalls mit einer geringeren Inzidenz der NEC und somit auch durch die Einführung einer Muttermilchbank mit niedrigeren Krankenhauskosten assoziiert werden. Schlussfolgerung: Durch Maßnahmen zur Unterstützung der Muttermilchernährung kann die NEC-Inzidenz bei Frühgeborenen reduziert werden. Der Aufbau einer Muttermilchbank ist eine effektive Strategie, um die Muttermilchernährung zu unterstützen und das Risiko für eine NEC sowie die daraus resultierenden Krankenhauskosten zu senken.

Schlüsselwörter: Frühgeborene, Muttermilch, Muttermilchbank, Nekrotisierende Enterokolitis, niedriges Geburtsgewicht


Background: Necrotizing enterocolitis (NEC) is the most common intestinal disease that affects premature infants and newborns. 90 percent of the NEC-cases are found in premature infants. Moreover, NEC causes lifelong health complications and a high mortality rate. One of the major contributing factors is nutrition and diet. It has been proven that breast milk serves as the best source of nutrition for premature infants and offers a decreased infection rate for various diseases. The aim of this bachelor thesis is to examine whether feeding with breast milk decreases the NEC-risk in premature infants. Furthermore, the introduction of a breast milk bank is investigated with regard to its relevance and benefits. Methods: By using the PICOs process a literature research was conducted at the databases ‘Cochrane Library’ and ‘Medline/PubMed’ from the end of January until the end of May 2021. Seven studies are included and are focused on the causal relation between (donor) breast milk and NEC and the introduction of a breast milk bank. Results: The administration of breast milk to premature infants decreases the amount of NEC-cases. As donor breast milk shows the same effects, an introduction of a breast milk bank is associated with lower hospital costs and better outcomes for the infants. Conclusion: By taking action to support feeding with breast milk, the NEC-incidence in premature infants will be reduced. Due to this research breast milk banks are a major supporting factor in supplementing patient nutrition with breast milk. Through a breast milk diet the risk of NEC in patients and the treatment costs in hospitals will be reduced.

Keywords: premature Infants, breast milk, breast milk bank, necrotizing enterocolitis, low birth weight

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