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Frühkindliche Vernachlässigung und dessen Auswirkungen auf die Biografie

Grundsätzlich wünscht sich jeder Mensch gesund und in einem Umfeld aufzuwachsen, das ihm alle Voraussetzungen für ein glückliches, eigenständiges, selbstbestimmtes und gelingendes Leben sowie die freie Entfaltung der Persönlichkeit bietet. Insbesondere das Gleichgewicht zwischen Bindung und Autonomie, welches in den ersten Lebensjahren besonders von den Bezugspersonen zu erfüllen ist, stellt dabei ein elementares Fundament dar. Misslingt dieses, durch unbewusste oder bewusste Handlungen, können sich sowohl seelische als auch körperliche Verletzungen oder Entwicklungsschäden bilden, die sich auf das ganze Leben auswirken können. Häufig werden diese Erfahrungen versucht zu verdrängen oder gar zu vergessen. Damit sind sie dennoch nicht bewältigt und können das Leben durch die Entwicklung von psychischen Erkrankungen oder weiteren Schwierigkeiten prägen. Speziell bei Vernachlässigung in der frühen Kindheit, die oft aufgrund ihrer eingeschränkten Symptome nicht erkannt wird, ist dies der Fall. Betroffene trauen sich häufig nicht professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und den Tatsachen ins Auge zu sehen. Durch die sozialen Medien, Angehörige oder weitere Quellen werden sie jedoch dazu ermutigt diese Schwierigkeiten anzugreifen, um ihr Leben um 180 Grad zu wenden. Die  Autorin versucht mit Hilfe der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit an diesen Punkten und damit in der Lebenswelt der Betroffenen anzuknüpfen und zu agieren, um langfristig Unterstützung leisten zu können. Das Individuum steht dabei stets im Fokus und muss im Kontext der zeitgemäßen Rahmenbedingungen sowie den vorherrschenden Gesellschaftsstrukturen betrachtet werden. Durch die Schaffung von Vertrauen und die Einbindung der vorhandenen Ressourcen, Netzwerke, Bedürfnisse sowie die grundlegende Haltung der Fachkräfte der Sozialen Arbeit wird dies möglich.

Schlüsselwörter: Bindung, Vernachlässigung, Psyche, Lebensweltorientierung, Alltag

Basically, every person wants to grow up healthy and in an environment that offers him all the prerequisites for a happy, independent, self-determined and successful life as well as the free development of his personality. In particular, the balance between attachment and autonomy, which is to be fulfilled in the first years of life especially by the caregivers, represents an elementary foundation. If this fails, due to unconscious or conscious actions, both mental and physical injuries or developmental damage can form, which can affect the whole life. Often these experiences are tried to suppress or even forget. However, they are not overcome and can shape life through the development of mental illness or other difficulties. This is especially the case with neglect in early childhood, which is often not recognized due to its limited symptoms. Those affected often do not dare to seek professional help and face the facts. However, through social media, relatives or other sources, they are encouraged to attack these difficulties in order to turn their lives around 180 degrees. With the help of lifeworld-oriented work, the author tries to connect and act at these points and thus in the living environment of those affected in order to be able to provide long-term support. The individual is always in focus and must be considered in the context of contemporary framework conditions and the prevailing social structures. By creating trust and incorporating the existing resources, networks, needs and the fundamental attitude of social work professionals, this becomes possible.

Keywords: attachment, neglect, psyche, lifeworld orientation, everyday life

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