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Der Zusammenhang zwischen anlassbezogener Ernährungsberatung und der Risikoreduktion einer Mangelernährung während des akutstationären Aufenthaltes von Patient/inn/en nach Zystektomie : eine Literaturrecherche

Hintergrund: 16% der urologischen Patient/inn/en haben ein erhöhtes Mangelernährungsrisiko. Die Möglichkeit einer verzögerten Genesung und des Versterbens nach Operationen ist im Allgemeinen für Mangelernährte hoch. Assessmentinstrumente können unter anderem zur Identifikation dieser Population und als Unterstützung für die klinische Entscheidungsfindung der Pflegenden dienen. Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, ob durch den Einsatz eines Ernährungsmanagements mit Ernährungseinschätzung und -beratung während des akutstationären Aufenthaltes das Risiko einer Mangelernährung von Patient/inn/en nach Zystektomieoperationen reduziert werden kann. Methode: Eine Literaturrecherche in den Datenbanken MEDLINE/PubMed und CINAHL wurde im Mai 2020 durchgeführt und das Mangelernährungsrisiko von Patient/inn/en bezüglich Zystektomien wurde erfasst. Die im Zeitraum 2010-2020 veröffentlichten Studien fokussierten sich auf verschiedene Faktoren nach Zystektomien in Kombination mit Ernährungsassessments und/oder -beratung. Ergebnisse: Perioperative Ernährungsmanagements mit frühzeitigem präoperativem Erfassen und Anpassen des Ernährungsstatus ermöglichen bessere patient/inn/enorientierte Ergebnisse nach Zystektomien. Interdisziplinäre Standards unterstützen die Zusammenarbeit und definieren personelle Zuständigkeiten im Kontext der Mangelernährung. Zurzeit existiert kein spezifisches Ernährungsassessment für urologische Patient/inn/en. Es liegt ein Expert/inn/enkonsens bezüglich Ernährungsberatung in der Patient/inn/enversorgung vor. Schlussfolgerung: Vor der Behandlung sollten alle Patient/inn/en in multimodalen interdisziplinären Programmen, wie den „Enhanced Recovery After Surgery“ auf Mangelernährungsrisiko gescreent werden. Multidisziplinärer Forschungsbedarf besteht hinsichtlich Ernährungsberatung und deren Auswirkungen auf die Patient/inn/enversorgung.

Schlüsselwörter: Zystektomie, Krankenhaus, Mangelernährung, Ernährungsberatung, Onkologie

Background: 16% of urological patients have an increased risk of malnutrition. The possibility of delayed recovery and death after surgery is generally high for malnourished people. Assessment tools can be used to identify this population and to support the decision making of nursing. The aim of this work is to find out, whether the use of nutrition management with nutritional assessments and nutrition counseling during the acute inpatient stay can reduce the risk of malnutrition of patients after cystectomy surgery. Methods: A literature research in the MEDLINE/PubMed and CINAHL databases was carried out in May 2020, which recorded the risk of malnutrition of patients with regarding cystectomy. The studies published in 2010-2020 focused on various factors after cystectomy in combination with nutritional assessments or dietary advices. Results: Perioperative nutrition management with early preoperative identification and adjustment of the nutritional status enables better results after cystectomy. Interprofessional standards support cooperation and define personal responsibilities in the context of malnutrition. There is currently no specific nutrition assessment for urological patients. However, there is an expert consensus regarding nutrition counseling in patientcare. Conclusion: Before treatment all patients should be screened in multimodal interprofessional programs, like the „Enhanced Recovery After Surgery“ for malnutrition. Multidisciplinary re-search is needed in terms of nutrition advice and effects on patientcare.

Keywords: cystectomy, hospital, malnutrition, nutrition counseling, oncology

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