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Anforderungen an zukunftsfähige Logistikimmobilien unter Berücksichtigung der Drittverwendungsfähigkeit : Vergleich von KEP-Netzwerk-Strategien in Deutschland und Ableitung von Kriterien für erfolgreiche Logistikimmobilieninvestments

Das Thema Logistikimmobilien hat für Logistiker, aber auch Immobilieninvestoren, zunehmend an Relevanz gewonnen. Die aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft haben einen hohen Einfluss auf die Logistikbranche und stellen diese vor neue Herausforderungen. Aber auch für Immobilieninvestoren entstehen durch die aktuellen Entwicklungen neue Herausforderungen und Perspektiven. Diese übergreifenden Veränderungen im Markt bedürfen eine Explikation für das Handeln im Markt mit Logistikimmobilien. Basierend auf dieser Erkenntnis lässt sich die Thematik als forschungsrelevant einstufen.

Logistische Prozesse werden durch neue Konsummuster und Ansprüche der Kunden im Zuge des E–Commerce vor neue Herausforderungen gestellt und weisen immer komplexer werdende Strukturen auf. Der E–Commerce ist einer der dynamischsten Marktbereiche, der in den vergangenen Jahren zu einer erhöhten Nachfrage von Logistikimmobilien führte. Insbesondere hat durch diese Veränderungen die Bedeutung von Kurier-, Express- und Paketdienstleistern (KEP) zugenommen.Ob die aktuellen  Logistiknetze den neuen Anforderungen gewachsen sind, gilt es zu untersuchen. Neue Rahmenbedingungen können zu neuen Standortanforderungen führen, wodurch Immobilieninvestments maßgeblich beeinflusst würden.

Veränderungen im KEP Umfeld können dabei in Teilen durch Wachstumsraten prognostiziert werden, die genauen Strukturveränderungen sind jedoch nicht immer absehbar. Auch unvorhersehbare Ereignisse, wie beispielsweise die aktuelle COVID-19-Pandemie, haben Einfluss auf das Sendungsaufkommen in der Bevölkerung und somit auf die KEP–Logistik. Das Verlangen nach Lagerflächen ist in den vergangenen Monaten stark gestiegen und auch das Sendungsaufkommen hat, aufgrund der eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten, ein Wachstum verzeichnet. Wie sich das Verhalten der Konsumenten, bezogen auf den Onlineeinkauf, nach der Pandemie verhalten wird, ist noch nicht absehbar. Der erhöhte Bedarf an Lagerflächen, um auch zukünftig auf Ereignisse wie COVID-19 vorbereitet zu sein, wird jedoch als sehr wahrscheinlich eingestuft.

Gerade aufgrund der sich ständig ändernden Anforderungen an Logistikdienstleistungs-, Industrie- und Handelsunternehmen, scheint eine gewisse Flexibilität der Immobilie notwendig. Zu beobachten ist jedoch, dass Logistikimmobilien häufig basierend auf aktuellen Anforderungen errichtet werden und die Drittverwendungsfähigkeit vorerst eine untergeordnete Rolle spielt. Die Immobilien werden passend zur Unternehmensstrategie errichtet und sind somit nur begrenzt für andere Unternehmen nutzbar. Aus Investorensicht führen diese nicht drittverwendungsfähigen Objekte zu einem erhöhten Risiko bei Nachvermietungs- oder Verkaufsaktivitäten.

Die Anforderungen und Prozesse der Logistik zu verstehen, kann bei Logistikimmobilieninvestments entscheidend für den nachhaltigen Erfolg sein. Denn Marktintransparenz und Informationsasymmetrien können negative Auswirkungen auf eine Investition haben.

Welche Parameter insbesondere für KEP-Dienstleister relevant sind, wie diese sich in der Logistikimmobilie bemerkbar machen und welche Faktoren für Investoren nachhaltig relevant sind, gilt es in der vorliegenden Arbeit zu evaluieren.

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