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Kulturimperialistische Einflüsse auf die pflegerische Profession in Deutschland

Theoretischer Hintergrund: Die Relevanz einer anderen Sichtweise auf die Situation der Pflege ergibt sich über die anhaltend angespannte Situation der pflegerischen Versorgung. Mit der Theorie von Iris Marion Young als Rahmenkonzept wird in dieser Arbeit untersucht, welche Auswirkung Kulturimperialismus als eine der fünf Formen der Unterdrückung auf die Pflege hat. Um dies zu erreichen, wird dieser Rahmen auf die berufliche Rolle und das Selbstverständnis bzw. Identität der Pflege angewendet. Methodik: In dieser literaturbasierten Arbeit werden Quellen zur Unterdrückung der Pflege analysiert und deren Auswirkungen hinsichtlich der pflegerischen Rolle und des Selbstverständnisses untersucht. Um einschätzen zu können, ob und in welcher Art kulturimperialistische Einflüsse auf die Pflege einwirken, werden diese Auswirkungen auf in Studien identifizierte Einflussfaktoren zur Rolle und der Identität von Pflege angewendet. Ergebnisse: Neben der Erkenntnis, dass die Pflege zu den unterdrückten Gruppen nach Young gehört, zeigen die Ergebnisse, dass Kulturimperialismus einen großen Einfluss auf die berufliche Rolle und das Selbstverständnis der Pflege und damit auf die pflegerische Profession im Allgemeinen hat. Dieser Einfluss ist nicht nur in der Pflegepraxis wahrnehmbar, es gibt ebenso Hinweise, dass er bis in die pflegerische Identitätsforschung reicht. Schlussfolgerung: Es bedarf mehr Sensibilisierung für dieses Thema in der Pflegepraxis sowie in der Pflegeforschung. Deshalb ist es zwingend notwendig, weiteren Erkenntnisgewinn voranzutreiben, um die Komplexität der Problematik besser erfassen zu können, vor allem in Bezug auf Benachteiligung von Pflege im Gesundheitswesen.

Schlüsselwörter: Pflege, Kulturimperialismus, berufliche Rolle, berufliches Selbstverständnis, Unterdrückung

Theoretical Background: The importance of a different perspective on the situation in nursing is highlighted by the ongoing tensions in the provision of nursing care. This study uses Iris Marion Young's theory as a framework to examine the impact of cultural imperialism, one of the five forms of oppression, on nursing. To achieve this, the framework is applied to the professional role of nursing and how nursing perceives itself. Methodology: In this literature-based study, sources of oppression of nursing are analysed and their impact on the role and identity of nursing is examined. In order to assess whether and to what extent cultural imperialist influences affect nursing, these effects are applied to influencing factors identified in studies of the role and identity of nursing. Results: In addition to the recognition that nursing is one of Young's oppressed groups, the findings show that cultural imperialism has a significant influence on the professional role and self-image of nursing, and thus on the nursing profession in general. This influence is not only felt in nursing practice, but there is also evidence that it extends into nursing identity research. Conclusion: There is a need for greater awareness of this issue in both nursing practice and research. Therefore, it is imperative that further knowledge is gained to better understand the complexity of the issue, especially in relation to the disadvantage of professional care in the health sector.

Keywords: nursing, cultural imperialism, professional role, professional identity, oppression

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