Hawk Logo

Evaluation Partizipativer Technikentwicklung aus Sicht der Teilnehmenden

Theoretischer Hintergrund: Forschung im Bereich der digitalen Patient*innenversorgung in der Logopädie nimmt zu und Partizipative Technikentwicklung (PTE) spielt eine wachsende Rolle. Hierbei werden die späteren Technik-Nutzenden in die technische Entwicklung miteinbezogen. PTE wird auch im Forschungsprojekt HiSSS zur Entwicklung einer hybriden, interaktiven Therapieplattform für Menschen mit Sprach- und Sprechstörungen nach Schlaganfall durchgeführt. Ziele: Diese Studie erhebt, wie Schlaganfallbetroffene mit Aphasie ihre Teilnahme an Co-Creation-Workshop im Projekt HiSSS in Bezug auf das Thema Mitbestimmung erleben. Zusätzlich wird erfragt, welche Auswirkungen sprachliche Einschränkungen auf PTE haben können. Methode: Es wurde nach der qualitativen Forschungsmethode der Phänomenologie gearbeitet. Zur Evaluation der PTE wurden Leitfadeninterviews mit zwei Workshop-Teilnehmenden geführt. Anschließend wurde eine Interpretative Phänomenologische Analyse (IPA) durchgeführt. Ergebnisse: Die Studie konnte zeigen, dass die Teilnehmenden den Grad der Mitbestimmung innerhalb der Workshops als hoch erleben. Die sprachlichen Einschränkungen hatten darauf keinen negativen Einfluss. Es fehlten jedoch z. B. noch Einblicke in das Gesamtsystem. Die Datenerhebung und die IPA waren durch die Sprach- und Sprechstörungen der Teilnehmenden erschwert und mussten teilweise angepasst werden. Schlussfolgerungen: Obwohl die Workshops bereits partizipativ ablaufen, liefern die Studienergebnisse weitere Implikationen für zukünftige Workshops. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Workshops von Forschenden geleitet werden, die Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Sprachstörungen haben. Zudem sollte auf eine möglichst hohe Transparenz über die bisherige Entwicklung der Plattform geachtet werden. Weitere Forschung zur PTE aus Sicht der Teilnehmenden und vor allem im Bereich der qualitativen Forschung mit Menschen mit Sprach- und Sprechstörungen ist notwendig.

Schlüsselwörter: Partizipative Technikentwicklung, Mitbestimmung, Evaluation, Sprach- und Sprechstörungen

Background: Research regarding digital care in speech therapy is increasing. In this field, patient involvement (PI) in technology development is becoming more important. This means involving technology users in the creation of programs. The research project HiSSS uses PI to develop an hybrid interactive platform for people with speech and language impairments. Objective: To assess how people with language impairments post stroke experience and rate their participation in co creation workshops. Another question was how language impairments impact PI. Methods: This qualitative study is using the concept of phenomenology. To evaluate PI, guided interviews were being lead with two workshop participants. Afterwards, an interpretative phenomenological analysis (IPA) was conducted. Results: The study shows that the participants experienced a high degree of involvement during the workshops. Their language impairments didn’t affect the process negatively. There was a lack of insight in the overall system. The process of data collection and the IPA were complicated by the language impairments and needed to be adjusted. Conclusions: Even though the workshops were already engaging, the study results show some implications for future workshops. The workshops should continue to be lead by researchers with experience in working with people with language impairments. Furthermore, a high transparency regarding the previous development of the platform should be ensured. Future research in this field from the perspective of participants is necessary. There should also be a focus on including people with language impairments in qualitative research.

Keywords: patient involvement, technology development, participa-tion, language impairments

Cite

Citation style:
Could not load citation form.

Access Statistic

Total:
Downloads:
Abtractviews:
Last 12 Month:
Downloads:
Abtractviews:

Rights

Use and reproduction:

Export