Vergleich und Analyse von internationalen Leitlinien in der Hebammenarbeit
Theoretischer Hintergrund: Die Latenzphase ist als Beginn der Geburt eine bedeutende Phase für schwangere Menschen. Hebammen sind erste Ansprechpersonen für die Gedanken, Ängste und Bedürfnisse der schwangeren
Menschen und beraten die Familien. Leitlinien bündeln evidenzbasiertes Wissen und spiegeln das Gesundheitssystem des jeweiligen Landes wider. International gibt es Unterschiede in den Empfehlungen. Methode: In der Arbeit werden die deutschen und dänischen Leitlinien auf ihre Empfehlungen für die Betreuung in der Latenzphase hin verglichen und analysiert. Anhand der Punkte Massage, Quaddeln, PDA und frühe Amniotomie werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersucht und beleuchtet, wie diese entstehen. Ergebnisse: Die beiden Leitlinien gehen in ihrer Evidenzsynthese verschieden vor und argumentieren und präsentieren diese auf unterschiedliche Weise. Trotz unterschiedlicher Datengrundlagen kommen die Leitlinienverfasser*innen zu sehr ähnlichen Empfehlungen, was die Vielfältigkeit der Evidenz zeigt und die Ähnlichkeit der beiden Systeme unterstreicht. Durch aktuelle Studien konnten die Empfehlungen erweitert werden. Schlussfolgerung: Das kontinuierliche Überarbeiten von Leitlinien ist essentiell für eine qualitative Arbeit. Weitere Forschung wird benötigt. In weiterführender Forschung könnten die Implementationsmethoden und -erfolge in Deutschland und Dänemark miteinander verglichen werden. Dies wäre sowohl qualitativ als auch quantitativ durchführbar.
Schlüsselwörter: Leitlinien, Deutschland, Dänemark, Latenzphase, Hebammenbetreuung
Theoretical background: The early/latent phase is an important phase for pregnant women at the beginning of labour. Midwives are the first point of contact for the thoughts, fears and needs of pregnant people and help families. Clinical guidelines summarize evidence-based knowledge and reflect the healthcare system of the respective country. Internationally, there are differences in the recommendations. Method: In this paper, the German and Danish clinical guidelines are compared and analysed with regard to their recommendations for care in the latent stage of labor. Differences and similarities are analysed with reference to massage, sterile water injections, epidural anesthesia and early amniotomy and how these differences arise. Results: The two clinical guidelines approach their evidence synthesis differently and argue and present it in different ways. Despite different data, the authors of the clinical guidelines arrive at similar recommendations, which shows the diversity of evidence and underpins the similarity of the two systems. The recommendations could be expanded through current studies. Conclusion: The continuous revision of guidelines is essential for qualitative work. Further research is needed. This could be done by comparing the implementation methods and success in Denmark and Germany. Further research
can be done both qualitatively and quantitatively.
Keywords: clinical guidelines, Denmark, Germany, early stage of labor, midwifery
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